Hochschule Esslingen startet ins neue Semester
Am Mittwoch, den 4. Oktober um 9:15 Uhr gab Rektor Bernhard Schwarz den Startschuss für das neue Semester. Im Neckar Forum gab es zwar in der ersten Reihe wie immer noch Plätze, dafür staute es sich im hinteren Bereich. Fast alle der 1.222 neu zugelassenen Studierende drängten in den Saal. „Von den mehr als 9.000 Bewerbungen haben Sie es geschafft, einen Studienplatz zu erhalten“, sagte Schwarz. „Damit sind wir übervoll. Wir haben 10 Prozent mehr aufgenommen, als es unserer heutigen Kapazität entspricht. Doch wir tun alles, damit Sie akzeptable Studienbedingungen vorfinden.“
Vor allem bei den Stipendien will die Hochschule Esslingen ihren Studierenden helfen, finanziell unabhängig zu sein. So war die Hochschule bei der Gründung des Südweststipendiums vor einigen Jahren mit dabei. Und auch beim viel diskutierte Deutschlandstipendium hat die Hochschule Esslingen die Nase vorn. „Beim Deutschlandstipendium hat die Hochschule Esslingen schon mehr Stipendien vergeben als politisch gefordert. Wir nehmen hier im Land eine Vorreiterrolle ein“, berichtete Schwarz.
Wichtigster Kontakt für die Studierenden ist der Allgemeine Studierendenausschuss, kurz AStA genannt. Für die Mitbestimmung an der Hochschule wirbt der Vorsitzende des AStA Dominic Kropp. Der Student der Sozialen Arbeit fordert die Studierenden auf, ein „Wörtchen mitzureden“: in den Gremien der Hochschule, im Senat, in den Ausschüssen über die Verwendung von Studiengebühren und den bald folgenden Kompensationszahlungen, in der zentralen Studienkommission über Lehrbedingungen und vielen weiteren Bereichen. „Nur so könnt ihr in eurem Interesse an einer Verbesserung der Studiensituation beitragen.“ Auch der Stud. e.V. ist an der Hochschule Esslingen aktiv. Er wurde vor 43 Jahren nach dem Verbot der verfassten Studierendenschaft gegründet und ermöglicht den Studierenden mehr finanzielle Spielräume, um Angebote, die zum studentischen Leben beitragen, zu fördern. So machen die beiden Studierendenvertretungen es möglich, dass es in jedem Standort ein Café gibt, in dem sich die Studierenden treffen können, eine Fahrradwerkstatt, ein Lehrmittelreferat für günstiges Büro- und Schreibmaterial, die Arbeitsgruppe Picture & More und vieles mehr.
Aktiv im AStA sind auch die beiden IT-Studentinnen Melanie Spachtholz und Michelle Kaiser. Sie erhielten bei der Begrüßungsfeier vom Rotenberger Vertreter Convent (RVC) den Preis für ihr besonderes soziales Engagement. Der Vorsitzende des RVCs, dem Zusammenschluss von sechs Verbindungen der Hochschulen Esslingen, Stuttgart und Reutlingen, Herbert Rübling, zählte die Aktivitäten der beiden Studentinnen auf. „AStA-Vorsitz, Senatsmitglied, Fakultätsrat, Semestersprecherin, Mitglied in der Studiengebührenkommission und nebenher noch aktiv in der Organisation des Café Flandernstraße sprechen dafür, den RVC-Preis an Frau Spachtholz und Frau Kaiser zu vergeben. Aber das alleine war bei der Vergabe noch nicht ausschlaggebend. Dazu kamen auch die guten Studienleistungen.“ Für die Erstsemester soll dieser Preis ein Anreiz sein, sich im sozialen, politischen und gesellschaftlichen Bereich zu engagieren. Die AStA und der Stud. ev. Können neue Aktive gut gebrauchen.
Nach einer Stunde waren die Begrüßungsreden vorbei. Dann konnten sich die neuen Studierenden direkt beim Markt der Möglichkeiten informieren. Allerlei Informationen dazu und nützliche Geschenke für das Studium fanden sie in der Begrüßungstasche. Unternehmen der Region machten diese Aktion möglich.
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